Gehalt in Irland: Was Dir netto bleibt, 2026 und 2027
Das mittlere Jahresgehalt in Irland lag 2025 bei 46.305 Euro brutto. Was davon nach Einkommensteuer, USC und PRSI auf dem Konto landet, für Singles und Paare, nach den Sätzen von 2026 und dem Gesetzentwurf für 2027.

Wer nach dem Gehalt in Irland sucht, findet meistens eine Bruttozahl und eine Rangliste, in der Irland weit oben steht. Für Deine Planung zählt aber, was netto auf dem Konto landet. Dafür braucht es zwei Dinge: eine belastbare Zahl für das irische Durchschnittsgehalt und die drei Abzüge, die in Irland auf jedes Arbeitseinkommen fallen. Beides liegt amtlich vor. Das Statistikamt CSO hat am 6. Oktober 2026 seine Lohnauswertung für 2025 veröffentlicht, Revenue führt die Sätze für 2026, und der Gesetzentwurf zum Haushalt 2027 liegt seit dem 19. Oktober 2026 im Parlament. Alle Werte für 2026 sind geltendes Recht, alle Werte für 2027 stammen aus dem Gesetzentwurf und gelten erst, wenn das Parlament ihn verabschiedet hat.
Was in Irland verdient wird
Die beste Antwort auf die Frage nach dem irischen Gehalt liefert die Auswertung der Lohnsteuerdaten durch das CSO. Sie umfasst alle Beschäftigungsverhältnisse, die Revenue gemeldet werden, und für die Jahreswerte nur solche, die mindestens 50 Wochen des Jahres bestanden. Laut Tabelle 7.1 der Auswertung für 2025 lag das mittlere Jahresgehalt (Median) bei 46.305 Euro brutto, das arithmetische Mittel bei 58.127 Euro. Männer kamen im Median auf 50.520 Euro, Frauen auf 41.765 Euro.
Welche Zahl ist das Durchschnittsgehalt in Irland? Beide, aber sie sagen Verschiedenes. Das Mittel wird von wenigen sehr hohen Gehältern nach oben gezogen, vor allem in Technologie und Finanzwirtschaft. Der Median ist die Mitte: Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Für die Frage, was ein normales Gehalt in Irland ist, taugt der Median besser.
Wie stark die Branche zählt, zeigt dieselbe Tabelle. Im Median verdienten Beschäftigte in Information und Kommunikation 83.329 Euro im Jahr, in Finanzwirtschaft, Versicherung und Immobilien 62.031 Euro und in der öffentlichen Verwaltung 58.822 Euro. In Gastgewerbe und Gastronomie waren es 27.235 Euro. Ein irisches Durchschnittsgehalt ist deshalb nur ein Anhaltspunkt; Dein Gehalt hängt an der Branche mehr als am Land.
| Gruppe | Median im Jahr |
|---|---|
| Alle Beschäftigten (Mittel: 58.127 Euro) | 46.305 Euro |
| Männer | 50.520 Euro |
| Frauen | 41.765 Euro |
| Information und Kommunikation | 83.329 Euro |
| Finanzwirtschaft, Versicherung, Immobilien | 62.031 Euro |
| Öffentliche Verwaltung | 58.822 Euro |
| Gastgewerbe und Gastronomie | 27.235 Euro |
Jahreswerte nur für Beschäftigungen, die mindestens 50 Wochen des Jahres bestanden.
Quelle: CSO, Earnings Analysis using Administrative Data Sources 2025 (Annual Earnings Tabelle 7.1, Key Findings, County Tabelle 6.2), veröffentlicht am 6. Oktober 2026. Stand: abgerufen 2. November 2026.
Irland: Gehalt nach Alter und Geschlecht
Die Wochenwerte des CSO zeigen, wie weit die Gehälter auseinanderliegen. Laut den Kernergebnissen der Auswertung für 2025 lag der Median-Wochenverdienst über alle Beschäftigungen bei 759,21 Euro brutto, 3,9 Prozent mehr als 2024. Am niedrigsten war er bei den 15- bis 24-Jährigen mit 384,07 Euro, am höchsten bei den 40- bis 49-Jährigen mit 925,54 Euro. Männer kamen auf 832,71 Euro, Frauen auf 681,01 Euro in der Woche; das CSO weist selbst darauf hin, dass Männer im Schnitt mehr Stunden arbeiten.
Knapp ein Fünftel aller Beschäftigungen (19,1 Prozent) brachte 2025 weniger als 400 Euro in der Woche ein, darunter viele Teilzeitstellen und Jobs junger Leute. Am anderen Ende verdienten 13,4 Prozent 1.600 Euro oder mehr pro Woche. Der Median über alle Beschäftigungen ist deshalb kein Maßstab für eine erfahrene Vollzeitstelle: Die Altersgruppe von 40 bis 49 Jahren lag 2025 rund 22 Prozent darüber.
Der Südosten verdient weniger als Dublin
Das CSO wertet die Verdienste auch nach dem Wohnort aus, allerdings nur als Wochenwerte, die Teilzeit einschließen und deshalb unter einem Vollzeitgehalt liegen. Im Vergleich der Countys lag der Median-Wochenverdienst 2025 landesweit bei 759,21 Euro brutto. Dublin lag mit 848,06 Euro an der Spitze. Im Südosten waren es in Cork 795,81 Euro, in Waterford 730,77 Euro und in Wexford 682,64 Euro.
| County | Median je Woche |
|---|---|
| Dublin | 848,06 Euro |
| Cork | 795,81 Euro |
| Irland insgesamt | 759,21 Euro |
| Waterford | 730,77 Euro |
| Wexford | 682,64 Euro |
Wochenwerte über alle Beschäftigungen, Teilzeit eingeschlossen.
Quelle: CSO, Earnings Analysis using Administrative Data Sources 2025 (Annual Earnings Tabelle 7.1, Key Findings, County Tabelle 6.2), veröffentlicht am 6. Oktober 2026. Stand: abgerufen 2. November 2026.
Wer in Wexford wohnt, verdient im Median also rund ein Fünftel weniger als jemand in Dublin. Das ist die eine Hälfte der Rechnung. Die andere Hälfte sind die Kosten vor Ort. Was ein Haushalt dort im Monat tatsächlich ausgibt, mit Quelle je Posten, steht unter Lebenshaltungskosten in Irland.
Drei Abzüge auf jedem Lohnzettel
Vom Bruttogehalt gehen in Irland drei Abgaben ab, die der Arbeitgeber über das PAYE-Verfahren direkt einbehält. Wie sie im Einzelnen gebaut sind, steht auf der Seite zu Einkommensteuer, USC und PRSI; hier nur das, was Du für die Nettorechnung brauchst.
Die Einkommensteuer hat zwei Sätze: 20 Prozent bis zur Grenze des Standardbands, 40 Prozent darüber. Laut Revenue liegt diese Grenze 2026 für Alleinstehende bei 44.000 Euro, für Ehepaare oder eingetragene Partner mit einem Einkommen bei 53.000 Euro. Verdienen beide, wächst das Band um höchstens 35.000 Euro, begrenzt auf das Einkommen des Partners mit dem niedrigeren Verdienst. Von der fertigen Steuer gehen Absetzbeträge ab: 2.000 Euro für Alleinstehende, 4.000 Euro für Verheiratete, dazu 2.000 Euro Arbeitnehmerabsetzbetrag je angestellter Person.
Der Universal Social Charge (USC) ist eine eigene Abgabe mit eigenen Stufen. Laut Revenue gelten 2026 0,5 Prozent auf die ersten 12.012 Euro, 2 Prozent auf die nächsten 16.688 Euro, 3 Prozent auf die nächsten 41.344 Euro und 8 Prozent auf den Rest. Der USC wird je Person berechnet, auch bei Ehepaaren.
Die Sozialversicherung PRSI ist ein fester Prozentsatz des Gehalts. Der Arbeitnehmersatz steigt nach Section 3 des Social Welfare (Miscellaneous Provisions) Act 2024 stufenweise: 4,2 Prozent seit dem 1. Oktober 2025, 4,35 Prozent seit dem 1. Oktober 2026, 4,5 Prozent ab dem 1. Oktober 2027 und 4,7 Prozent ab dem 1. Oktober 2028.
Was 2027 kommt: der Haushalt im Gesetzentwurf
Die Regierung hat ihren Haushalt 2027 am 6. Oktober 2026 vorgestellt; was er insgesamt für Zuzügler ändert, steht im Beitrag zum Budget 2027. Für das Gehalt zählt der Finance (No. 2) Bill 2026, der am 19. Oktober 2026 in das Parlament eingebracht wurde. Er sieht ab dem Steuerjahr 2027 vor:
- Das Standardband steigt für Alleinstehende um 2.500 Euro auf 46.500 Euro, für Alleinerziehende auf 50.500 Euro und für Ehepaare mit einem Einkommen auf 55.500 Euro. Der Zuschlag für das zweite Einkommen steigt von 35.000 auf höchstens 37.500 Euro.
- Der persönliche Absetzbetrag steigt auf 2.125 Euro für Alleinstehende und 4.250 Euro für Verheiratete, der Arbeitnehmerabsetzbetrag auf 2.125 Euro.
- Die Obergrenze der 2-Prozent-Stufe beim USC steigt um 1.600 Euro auf 30.300 Euro. Laut Begründung des Gesetzentwurfs geschieht das, damit ein Vollzeitbeschäftigter mit Mindestlohn auch 2027 höchstens 2 Prozent USC zahlt.
- Der Mietabsetzbetrag (Rent Tax Credit) steigt für 2027 und 2028 von 1.000 auf 1.150 Euro für Alleinstehende und von 2.000 auf 2.300 Euro für gemeinsam veranlagte Paare.
Die Steuersätze selbst bleiben bei 20 und 40 Prozent. Weil gleichzeitig die PRSI im Oktober 2027 erneut steigt, fällt die Entlastung kleiner aus, als die Bandverschiebung allein vermuten lässt.
Gehalt in Irland netto: die Rechnung
Mit diesen Sätzen lässt sich durchrechnen, was netto bleibt. Die Tabelle zeigt eine angestellte Person ohne Kinder, ohne weitere Absetzbeträge und ohne Beiträge in eine Altersvorsorge. Die PRSI ist anteilig gerechnet, weil der Satz jeweils am 1. Oktober wechselt; die Werte sind gerundet und unsere eigene Rechnung aus den oben verlinkten Sätzen.
| Brutto im Jahr | Netto 2026 | im Monat 2026 | Netto 2027 (Entwurf) | im Monat 2027 |
|---|---|---|---|---|
| 35.000 Euro | 29.934 Euro | 2.495 Euro | 30.148 Euro | 2.512 Euro |
| 46.305 Euro (Median 2025) | 37.699 Euro | 3.142 Euro | 38.356 Euro | 3.196 Euro |
| 58.127 Euro (Mittel 2025) | 43.936 Euro | 3.661 Euro | 44.615 Euro | 3.718 Euro |
| 80.000 Euro | 54.979 Euro | 4.582 Euro | 55.625 Euro | 4.635 Euro |
PRSI 2026 neun Monate zu 4,2 und drei Monate zu 4,35 Prozent, 2027 neun Monate zu 4,35 und drei Monate zu 4,5 Prozent. Die Werte für 2027 stehen unter dem Vorbehalt, dass das Parlament den Gesetzentwurf unverändert verabschiedet.
Quelle: Eigene Rechnung aus Revenue, Tax rates, bands and reliefs und USC rates and thresholds (2026); Finance (No. 2) Bill 2026, Sections 2 bis 4 (2027, Entwurf); Social Welfare (Miscellaneous Provisions) Act 2024, Section 3 (PRSI). Stand: abgerufen 2. November 2026.
Die Antwort auf die Frage nach dem Durchschnittsgehalt in Irland netto lautet damit: Vom Median von 46.305 Euro bleiben 2026 rund 37.700 Euro im Jahr oder gut 3.140 Euro im Monat. Die Abzüge machen zusammen 18,6 Prozent aus: 5.722 Euro Einkommensteuer, 922 Euro USC und 1.962 Euro PRSI. Beim Mittel von 58.127 Euro sind es rund 43.900 Euro netto, also gut 3.660 Euro im Monat, bei einer Abgabenquote von 24,4 Prozent. Nach dem Gesetzentwurf blieben 2027 beim Median rund 660 Euro im Jahr mehr.
An der Tabelle siehst Du auch, wo Irland steil wird. Ab 44.000 Euro (2027: 46.500 Euro) kostet jeder weitere Euro 40 Prozent Einkommensteuer plus USC plus PRSI. Oberhalb von 70.044 Euro steigt zudem der USC auf 8 Prozent, sodass bei 80.000 Euro von jedem zusätzlichen Euro weniger als die Hälfte bleibt.
Paare: ein Einkommen oder zwei
Für Familien hängt das Netto stark daran, wie sich das Einkommen verteilt. Zwei Beispiele mit zusammen 80.000 Euro brutto, gemeinsam veranlagt:
| Haushalt | Netto 2026 | im Monat 2026 | Netto 2027 (Entwurf) | im Monat 2027 |
|---|---|---|---|---|
| ein Einkommen | 58.779 Euro | 4.898 Euro | 59.550 Euro | 4.963 Euro |
| zwei Einkommen, 50.000 und 30.000 Euro | 67.144 Euro | 5.595 Euro | 67.553 Euro | 5.629 Euro |
Quelle: Eigene Rechnung aus Revenue, Tax rates, bands and reliefs und USC rates and thresholds (2026); Finance (No. 2) Bill 2026, Sections 2 bis 4 (2027, Entwurf); Social Welfare (Miscellaneous Provisions) Act 2024, Section 3 (PRSI). Stand: abgerufen 2. November 2026.
Bei gleichem Haushaltseinkommen bleiben mit zwei Gehältern 2026 rund 8.400 Euro mehr. Der Grund ist das zweite Standardband: Mit zwei Einkommen fällt das ganze Haushaltseinkommen in den 20-Prozent-Bereich, mit einem Einkommen landen 27.000 Euro im Spitzensatz. Dazu kommt der zweite Arbeitnehmerabsetzbetrag. In Irland lohnt sich ein zweites Einkommen im Haushalt steuerlich deutlich. Wie das im Vergleich zu Hause aussieht, steht für Deutschland, Österreich und die Schweiz jeweils im eigenen Vergleich.
Was die Rechnung nicht enthält
Drei Dinge verändern Dein tatsächliches Netto, und sie fehlen in den Tabellen bewusst.
Miete. Wer in Irland zur Miete wohnt, kann den Rent Tax Credit geltend machen, 2026 bis zu 1.000 Euro für Alleinstehende und 2.000 Euro für Paare. Das hebt das Netto spürbar. Ob Du überhaupt eine Mietwohnung findest, ist eine andere Frage, und die Antwort darauf steht unter Mieten in Irland.
Altersvorsorge. Beiträge in eine Altersvorsorge sind nicht eingerechnet. Wer sie leistet, hat ein niedrigeres Netto auf dem Konto und dafür Vermögen im Vorsorgetopf; wie Revenue solche Beiträge steuerlich behandelt, steht auf der Seite zu Einkommensteuer, USC und PRSI.
Der Start. Hat Dein Arbeitgeber zum ersten Zahltag noch keine Lohnsteuermitteilung von Revenue, zieht er Einkommensteuer und USC nach den Sätzen der Emergency Tax ab. Um das zu vermeiden, braucht er Deine PPS-Nummer, und Deine Stelle muss bei Revenue registriert sein; bei der ersten Stelle in Irland machst Du das selbst über myAccount. Wer ohne PPS-Nummer anfängt, verliert in den ersten Wochen Netto, das er sich später zurückholen muss.
Für wen die Gehaltsrechnung die richtige ist
Die Nettorechnung trägt für alle, die ihr Geld in Irland als Angestellte verdienen: für Familien, in denen ein Partner eine irische Stelle annimmt, und für alle, die nach dem Umzug in den irischen Arbeitsmarkt wechseln. Für eine Familie, die von Kapital, einem Unternehmen oder Einkünften aus dem Ausland lebt, ist der Tarif auf ein irisches Gehalt dagegen eine Nebenfrage. Dort entscheidet, welcher Teil des Einkommens in Irland überhaupt erfasst wird; die Mechanik dazu steht auf der Seite Non-Dom.
Welche der beiden Rechnungen für Euch gilt und wie sich ein irisches Gehalt mit Einkünften aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz verbindet, klärst Du am besten vor dem Umzug in einem Beratungsgespräch.