Fachwissen
Der Umzug nach Irland hat zwei Seiten. Über die irische wird viel geschrieben. Diese Seiten behandeln die andere: was Deutschland, Österreich und die Schweiz tun, wenn Du gehst.
Direkt zu den Themen:Das Abkommen Deutschland und IrlandDie Remittance-KlauselWegzugsbesteuerung DeutschlandErweiterte beschränkte SteuerpflichtErbschaft und SchenkungWegzug aus ÖsterreichWegzug aus der SchweizRente und Pension in IrlandSchweizer Vorsorge in Irland
Die meisten Darstellungen eines Umzugs nach Irland hören dort auf, wo es interessant wird. Sie erklären den Non-Dom-Status, die Remittance-Basis und den Körperschaftsteuersatz, und sie schweigen zu der Frage, die für eine Familie mit Vermögen die teurere ist: Was macht der Staat, aus dem Du kommst?
Diese Frage hat drei verschiedene Antworten, je nachdem, ob Du aus Deutschland, aus Österreich oder aus der Schweiz kommst. Ein deutscher Unternehmer rechnet beim Wegzug mit einer fiktiven Veräusserung seiner Anteile ab, ein österreichischer beantragt die Nichtfestsetzung, ein Schweizer zahlt nichts. Eine deutsche gesetzliche Rente bleibt in Deutschland steuerpflichtig, eine österreichische Pension wird in Irland besteuert. Deutschland lässt seine Staatsangehörigen erbschaftsteuerlich fünf Jahre lang nicht los, Österreich erhebt seit 2008 gar keine Erbschaftsteuer mehr, und in der Schweiz entscheidet der Kanton.
Deshalb steht auf diesen Seiten nie ein Satz über die drei Länder gemeinsam, wenn die Rechtslage in den dreien verschieden ist. Wo wir für ein Land keine belastbare Antwort haben, steht die Lücke auf der Seite und nicht ein Durchschnitt, den es nicht gibt.
Jede Aussage hier ist am Normtext geprüft: an den Abkommenstexten in ihrer geltenden Fassung, an den Gesetzen der drei Herkunftsländer und an den Verwaltungsanweisungen der irischen Finanzverwaltung. Jede Zahl trägt ihre Quelle und ihren Stand. Wo eine Aussage auf einer Lesart beruht und nicht auf einer veröffentlichten Auskunft, sagen wir das, statt sie fester klingen zu lassen, als sie ist.
Die irische Seite desselben Umzugs steht in der Säule Steuern: Non-Dom und Remittance-Basis, die Ordnung der Konten vor dem Zuzug, das Zuzugsjahr, Fonds und ETFs, die irische Gesellschaft und die 33 Prozent auf Erbschaften.
Das Abkommen Deutschland und Irland
Ansässigkeit, Veräusserungsgewinne, Renten und die Vorschrift, die den Vorteil begrenzt.
Die Remittance-Klausel
Warum die Remittance-Basis auf Geld aus der alten Heimat nicht so wirkt wie auf Geld aus dritten Ländern.
Wegzugsbesteuerung Deutschland
§ 6 AStG beim Umzug nach Irland, die Ratenzahlung und der Step-up, den nur das deutsche Abkommen kennt.
Erweiterte beschränkte Steuerpflicht
§ 2 AStG greift bei Irland über den Status, nicht über den Steuersatz.
Erbschaft und Schenkung
Drei Ausgangslagen, ein irisches Ergebnis: die 33 Prozent ab dem sechsten Jahr.
Wegzug aus Österreich
Nichtfestsetzung statt Ratenzahlung, Meldepflicht statt Erbschaftsteuer, und was die Pension betrifft.
Wegzug aus der Schweiz
Keine Wegzugsbesteuerung, aber Fragen bei Pensionskasse, Krankenversicherung und Erbschaft.
Rente und Pension in Irland
Deutschland behält die gesetzliche Rente, Österreich und die Schweiz nicht. Warum das so ist.
Schweizer Vorsorge in Irland
AHV, Pensionskassenrente und Kapitalleistung: Irland gehört nicht zu den Ländern, in denen die Auszahlung zur Falle wird.
Was hier nicht steht
Diese Seiten beschreiben Rechtslagen, keine Gestaltungen. Sie sagen Dir, welche Vorschrift greift und woran sie hängt. Sie sagen Dir nicht, wie eine Struktur gebaut wird, und sie ersetzen keine Prüfung Deines Falls.
Das ist keine Vorsicht aus Prinzip, sondern die Erfahrung aus der Praxis: Zwei Familien mit demselben Vermögen haben nach demselben Umzug völlig verschiedene Steuerpositionen. Was den Unterschied macht, sind Zeitpunkte, Konten und die Reihenfolge der Entscheidungen, und das lässt sich nicht auf einer Webseite beantworten.
Der erste Schritt ist ein Gespräch
Eine Stunde, in der Deine Lage sortiert wird und Du weisst, was zu tun ist.