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Steuern in Irland

Dein Geld kann in Irland leben, ohne dass Dein ganzes Vermögen steuerlich mit umzieht.

Ein weites Flusstal in dünnem Morgennebel, von Hecken geteilte Felder stufen sich zum Wasser hinab, alte Bäume an den Ufern.

Du hast Dein Unternehmen verkauft. Du hältst Kapital außerhalb Irlands. Du bekommst Erträge aus Investments, Beteiligungen oder Immobilien. Vielleicht sind über Jahre Gewinne entstanden, die längst nicht mehr an das Land gebunden sind, in dem Du heute wohnst.

Und jetzt überlegst Du, mit Deiner Familie nach Irland zu ziehen. Hinter der Steuerfrage steht dabei eine größere: Was passiert mit dem, was Du aufgebaut hast, wenn Dein Leben umzieht?

Die Antwort ist der Grund, warum Irland für vermögende Familien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz steuerlich so interessant sein kann.

Wenn Du in Irland steuerlich non-domiciled, also Non-Dom bist, können ausländische Einkünfte und ausländische Gewinne außerhalb der irischen Besteuerung bleiben, solange Du sie nicht nach Irland bringst. Irland besteuert diese ausländischen Einkünfte und Gewinne erst bei der Remittance.

Und anders als das Vereinigte Königreich hat Irland dieses System nicht abgeschafft. Es gibt keine jährliche Gebühr, die Du bezahlen musst, um die Remittance Basis zu nutzen. Es gibt keine Regel, nach der sie nach vier Jahren ausläuft, und keinen Fünfzehnjahreszeitraum, nach dem sie automatisch verschwindet. Die irische Remittance Basis ist open-ended.

Für eine Familie, deren Vermögen bereits aufgebaut wurde und deren Einkommen international entsteht, kann genau das den Unterschied zwischen einem steuerlich ungeeigneten und einem außergewöhnlich interessanten neuen Wohnsitz ausmachen.

Aber nur, wenn Du verstehst, wie das System funktioniert. Denn Irland ist kein Steuerparadies. Und eine Remittance kann viel schneller passieren, als Du denkst. Manchmal reicht eine Karte an einer Supermarktkasse.

Non-Dom und Remittance Basis

Ein alter Steinpfosten mit rostigem Eisenring, Efeu darüber, dahinter ein Kiesweg zwischen Bäumen.

Der Begriff „Non-Dom“ wird so häufig für Marketing benutzt, dass man leicht vergisst, was daran eigentlich interessant ist. Der entscheidende Punkt ist nicht das Etikett. Der entscheidende Punkt ist die Remittance Basis.

Du kannst in Irland leben. Deine Kinder können dort zur Schule gehen. Du kannst ein Haus im Südosten besitzen, Dein Lebensmittelpunkt kann in Irland liegen. Und trotzdem werden ausländische Einkünfte und ausländische Gewinne nicht allein deshalb automatisch in Irland besteuert. Besteuert werden sie grundsätzlich dann, wenn Du sie nach Irland remittierst.

Das ist eine vollkommen andere Ausgangslage als ein Steuersystem, das mit Deinem Umzug sofort sämtliche weltweiten Einkünfte und Gewinne in die laufende Besteuerung hineinzieht. Für eine Familie, die jeden Monat ihr gesamtes Einkommen zum Leben benötigt, kann dieser Unterschied begrenzt sein. Für eine Familie mit Kapital kann er gewaltig sein. Denn Vermögen gibt Dir die Möglichkeit, zu entscheiden, welches Geld Du in Irland tatsächlich brauchst.

Dazu kommt das Entscheidende: Das System hat kein Ablaufdatum. Du kaufst Dir die Remittance Basis nicht jedes Jahr neu, und Du musst nicht nach einigen Jahren feststellen, dass ein attraktives steuerliches Fenster geschlossen wurde, obwohl Deine Kinder gerade erst wirklich in Irland angekommen sind. Es gibt keinen Vierjahres-Cliff und keinen Fünfzehnjahres-Cliff.

Genau das passt zu der Familie, für die wir Irland interessant finden. Ein Familienumzug ist kein Vierjahresprojekt. Die Kinder sollen ankommen, Freunde finden, Englisch zu ihrer Alltagssprache machen. Vielleicht möchtest Du die notwendige Residence für den irischen Pass aufbauen. Vielleicht möchtest Du bleiben, nachdem die Kinder längst erwachsen sind.

Ein steuerlicher Vorteil, der nur während der Ankommensphase funktioniert, löst das falsche Problem. Interessant wird ein System dann, wenn es auch zu einem langfristigen Leben passt.

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Warum Irland nach der britischen Reform interessanter geworden ist

Eine menschenleere Hafenmole aus Stein, die sich weit in ruhiges graues Wasser krümmt, Poller auf der Krone, flaches grünes Land dahinter.

Für viele Jahre war das Vereinigte Königreich die offensichtliche Adresse, wenn vermögende internationale Familien über Non-Dom sprachen. Diese Welt existiert so nicht mehr.

Das Vereinigte Königreich hat sein altes Non-Dom-System abgeschafft. An seine Stelle ist das FIG-Regime getreten: Dort werden ausländische Einkünfte für vier Jahre geschützt, danach endet dieses Fenster. Und ab Jahr zehn greift dort die weltweite Erbschaftsteuer.

Irland hat einen anderen Weg gewählt. Die irische Remittance Basis ist weiterhin open-ended. Für eine kapitalstarke Familie kann das ab dem fünften Jahr den entscheidenden Unterschied machen.

Das ist besonders relevant, weil genau diese Familie normalerweise nicht für drei Jahre nach Irland ziehen möchte. Sie bringt Kinder mit. Sie kauft vielleicht ein Haus. Sie baut ein neues Leben auf und denkt über Staatsangehörigkeit nach. Zeit ist für diese Familie kein Nebenthema. Ein Steuersystem, das im fünften Jahr fundamental schlechter wird, passt schlecht zu einem Familienplan, dessen eigentlicher Wert gerade darin liegt, langfristig zu funktionieren.

Deshalb würden wir heute Irland und das Vereinigte Königreich steuerlich niemals anhand des alten Bildes vergleichen. Die relevante Frage lautet nicht, welches Land früher das berühmtere Non-Dom-Regime hatte. Die Frage lautet, welches Land heute die interessantere langfristige Position bietet.

Und für eine kapitalstarke Familie gewinnt Irland diesen Vergleich häufig ab Jahr fünf.

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Eine Remittance passiert schneller, als Du denkst

Holzkisten mit Gemüse auf einem Steingehweg neben einer schlichten Ladentür, darüber eine weiß gekalkte Wand.

Hier endet der angenehme Teil. Denn Remittance Basis bedeutet nicht, dass ausländisches Geld niemals in Irland steuerpflichtig werden kann. Es bedeutet, dass der Moment der Remittance entscheidend wird. Und dieser Moment sieht im wirklichen Leben oft viel unspektakulärer aus, als Menschen erwarten.

Viele stellen sich darunter eine große internationale Banküberweisung vor. Du verkaufst etwas im Ausland, das Geld landet auf einem ausländischen Konto, dann überweist Du einen großen Betrag auf Dein irisches Konto. Natürlich erkennst Du diese Transaktion als Remittance.

Das Problem sind die Transaktionen, die sich überhaupt nicht wie eine Remittance anfühlen.

Du stehst im Supermarkt. Du ziehst eine Karte aus der Tasche. Du bezahlst. Und steuerlich hast Du möglicherweise gerade ausländisches Geld nach Irland gebracht.

Denn wenn Du in Irland mit einer Karte bezahlst, die auf ein ausländisches Konto zugreift, kann diese Zahlung als Remittance gelten. Das Geld musste vorher nicht auf Deinem irischen Bankkonto landen, und Du musst keine Überweisung mit dem Verwendungszweck „Irland“ gemacht haben. Die wirtschaftliche Verwendung in Irland ist entscheidend. Der Kaffee kann eine Remittance sein. Der Wocheneinkauf. Die Hotelrechnung. Eine größere Anschaffung.

Vielleicht denkst Du: Dann überweise ich eben nichts und hebe das Geld einfach mit meiner ausländischen Karte ab. Auch das löst das Problem nicht. Wenn Du an einem irischen Geldautomaten Geld von einem ausländischen Konto abhebst, kann auch das als Remittance zählen. Die Form ändert die steuerliche Wirkung nicht automatisch. Überweisung, Kartenzahlung, Bargeldabhebung: Entscheidend ist, dass ausländisches Geld in Irland verwendet wird.

Das bedeutet nicht, dass Du in Irland keine ausländische Karte benutzen darfst. Es bedeutet, dass Du wissen solltest, welches Geld hinter dieser Karte liegt. Denn genau da beginnt die Planung.

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Das gefährlichste Konto ist das Konto, auf dem alles liegt

Gestapeltes Brennholz unter einem Wellblechdach an einer Bruchsteinwand, Moos auf den Steinen, nasser Hof davor.

Der klassische strukturelle Fehler ist das Mixed Account.

Du besitzt ein ausländisches Konto. Dort liegt Kapital, dort gehen ausländische Einkünfte ein, dort landen vielleicht auch Gewinne. Und aus demselben Konto bezahlst Du irgendwann Deine Ausgaben in Irland. Auf dem Bildschirm sieht es nach einem Konto aus. Steuerlich können darin vollkommen unterschiedliche Geldarten liegen. Und sobald Du daraus Geld nach Irland bringst, stellt sich die Frage, was genau Du eigentlich remittiert hast.

Das ist der Grund, warum wir bei einer Familie mit internationalem Vermögen nicht erst nach dem Umzug fragen: Welche Konten habt Ihr eigentlich? Dann ist die Geschichte bereits geschrieben. Dann sind Gelder möglicherweise bereits vermischt, Karten vielleicht schon benutzt, Beträge vielleicht schon nach Irland gebracht.

Wenn Du heute in Deutschland, Österreich oder der Schweiz lebst und nach Irland ziehen möchtest, hast Du deshalb einen enormen Vorteil: Du kannst Deine Ausgangslage ordnen, bevor Irland Dein Alltag wird. Noch bezahlst Du nicht morgens in Waterford mit der falschen Karte. Noch hebst Du nicht in Wexford Geld von einem Konto ab, dessen Zusammensetzung später rekonstruiert werden muss. Noch kannst Du überlegen, welche Gelder wo liegen und welche Konten nach dem Umzug welche Aufgabe haben sollen.

Der steuerliche Wohnsitz kann sich mit dem Leben ändern. Die Kontohistorie ändert sich nicht rückwirkend. Kontentrennung ist vor dem Umzug leichter als Rekonstruktion nach dem Umzug.

Dieser Satz ist weniger aufregend als „Non-Dom“. Aber praktisch ist er wahrscheinlich wertvoller.

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Irland ist kein Niedrigsteuerland

Eine lange Gutsmauer an einer Landstraße unter einer Reihe alter Bergahorne, nasser Asphalt, Grasstreifen.

Jetzt zur anderen Hälfte der Wahrheit.

Wenn Dein Einkommen in Irland entsteht, kann Irland teuer sein. Die Einkommensteuer auf irisches Einkommen kann hoch sein. Wer einen Wohnsitz sucht, an dem möglichst jedes laufende Einkommen möglichst niedrig besteuert wird, sollte Irland deshalb nicht aufgrund des Wortes „Non-Dom“ auswählen. Non-Dom verwandelt Irland nicht in Dubai. Irisches Einkommen bleibt irisches Einkommen.

Die Remittance Basis ist interessant, weil sie bei ausländischen Einkünften und ausländischen Gewinnen ansetzt. Ihre Attraktivität hängt deshalb unmittelbar davon ab, wie Dein finanzielles Leben aussieht. Ein Unternehmer, der nach dem Verkauf seines Unternehmens überwiegend von vorhandenem Kapital und internationalen Anlagen lebt, hat eine andere Ausgangslage als jemand, der nach dem Umzug sein gesamtes Arbeitseinkommen in Irland verdient. Dasselbe Land kann für die eine Familie steuerlich hervorragend und für die andere enttäuschend sein. Das ist keine Schwäche der Planung. Das ist der Grund, warum überhaupt geplant werden muss.

Für eine Familie, die bereits Vermögen aufgebaut hat, sind zwei weitere Punkte wichtig.

Erstens: Irland erhebt keine allgemeine Vermögensteuer. Das vorhandene Nettovermögen Deiner Familie wird also nicht allein deshalb jedes Jahr einer allgemeinen Vermögensteuer unterworfen, weil es existiert. Bei vorhandenem Vermögen zählt eben nicht nur die Steuer auf Einkommen. Es zählt, ob Vermögen allein durch seinen Bestand belastet wird, wie ausländische Erträge und Gewinne behandelt werden, und was passiert, wenn Geld tatsächlich nach Irland gebracht wird. Genau in dieser Kombination beginnt die irische Non-Dom-Position interessant zu werden.

Zweitens: Irland ist berühmt für seine Unternehmensbesteuerung. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 12,5 Prozent. Das ist ein relevanter Teil des irischen Steuersystems, aber kein Grund, aus dieser einen Zahl eine fertige Unternehmensstruktur abzuleiten. Wir tun das bewusst nicht. Eine Gesellschaft ist kein Steuersatz, und ob und wie ein Unternehmen in eine internationale Planung gehört, hängt von der tatsächlichen Situation ab. Die 12,5 Prozent existieren. Was daraus für Dich folgt, ist eine andere Frage.

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ETFs und Fonds sind der Punkt, an dem Irland richtig wehtun kann

Ein einzelner windschiefer Weißdorn mitten auf einer weiten grünen Wiese, Hecken in der Ferne, schwerer grauer Himmel.

Jetzt kommt der Nachteil, den wir nicht in einer Fußnote verstecken wollen.

Wenn Du mit einem großen Fonds- oder ETF-Portfolio nach Irland kommst, kann Irland steuerlich sehr unattraktiv werden. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die relevante irische Fondsbesteuerung 38 Prozent. Dazu kommt ein Deemed Disposal alle acht Jahre.

Das ist keine Kleinigkeit. Und für die Familie mit einem bestehenden ETF-Portfolio beginnt dieses Problem nicht irgendwann im sechsten Jahr. Es ist ab Jahr eins relevant.

Der Deemed Disposal durchbricht dabei eine Intuition, auf die sich Anleger normalerweise verlassen: dass eine Steuer auf einen Gewinn dann entsteht, wenn er tatsächlich realisiert wird. Bei betroffenen Fonds wird nach acht Jahren steuerlich eine Veräußerung unterstellt. Du musst also nicht zwingend tatsächlich verkauft haben, damit die Besteuerung relevant wird. Für einen langfristigen ETF-Anleger ist das ein erheblicher Nachteil.

Das ist wichtig, weil viele vermögende Familien genau so investiert sind. Unternehmen verkauft, Immobilie verkauft, Kapital in ein breit diversifiziertes Portfolio gelegt, ETFs gekauft. Und jetzt soll der Wohnsitz nach Irland verlegt werden. Wer nur „Non-Dom“ hört, könnte daraus schließen, dass dieses Portfolio automatisch wunderbar in die irische Steuerplanung passt. Das kann eine sehr teure Annahme sein.

Wir sagen das so deutlich, weil die restliche Geschichte sonst unglaubwürdig würde. Irland ist für Kapital nicht pauschal gut. Es kann für bestimmte Formen internationalen Einkommens und internationaler Gewinne aufgrund der Remittance Basis außergewöhnlich interessant sein, und gleichzeitig für bestimmte Fondsanlagen unangenehm. Beides ist wahr.

Dein Portfolio entscheidet mit darüber, welches Irland Du steuerlich bekommst. Deshalb schauen wir auf das Vermögen, bevor wir Irland steuerlich beurteilen. Nicht nur auf seinen Gesamtwert. Auf seine Zusammensetzung.

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Drei verschiedene „Exit Taxes“, die nichts miteinander verwechselt werden dürfen

Ein Bahnübergang an einer ruhigen Landstraße, hölzerne Schranken offen, Schienen über dem Asphalt, Hecken zu beiden Seiten.

Wer selbst recherchiert, stößt irgendwann auf den englischen Begriff „Exit Tax“. Und dann beginnt das Chaos, denn in Irland werden drei unterschiedliche Mechanismen mit diesem Begriff verbunden.

Der erste betrifft Privatpersonen, die Irland verlassen. Hier gibt es keine allgemeine fiktive Veräußerung allein aufgrund des Wegzugs. Es existiert allerdings eine fünfjährige Anti-Avoidance-Regel.

Der zweite Mechanismus betrifft Unternehmen. Für Gesellschaften gilt seit dem 10. Oktober 2018 eine Exit Tax von 12,5 Prozent.

Und der dritte Mechanismus ist die gerade beschriebene Fondsbesteuerung. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt sie 38 Prozent, verbunden mit dem Deemed Disposal alle acht Jahre.

Drei Mechanismen. Ein englischer Begriff. Wer sie vermischt, kann innerhalb von zehn Minuten zu drei vollkommen falschen Schlussfolgerungen über Irland kommen. Für eine Familie mit Kapital ist deshalb vor allem wichtig zu wissen, welcher Mechanismus überhaupt das eigene Vermögen betrifft.

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Die Uhren: Ordinary Residence, Erbschaft und Schenkung

Ein Torbogen in einer alten Backsteinmauer, eine verwitterte Holztür steht angelehnt, dahinter hohes Gras und Obstbäume.

Nicht jede steuerliche Folge Deines Umzugs beginnt am ersten Tag. Manche kommen mit einer Uhr.

Ordinary Residence beginnt ab Jahr vier. Und wenn Du Irland später wieder verlässt, kann dieser Status noch drei Jahre nachwirken. Das gehört in eine langfristige Planung, aber es ist weder der Grund, warum wir Irland interessant finden, noch ein Grund, vor dem Umzug Angst zu haben. Es ist eine Uhr, die wir kennen, bevor sie abläuft.

Die zweite Uhr betrifft die irische Erbschaft- und Schenkungsteuer. Auch sie gehört nicht an den Anfang Deiner Angstliste: Für einen neu zugezogenen Non-Dom sind vor dem sechsten Jahr grundsätzlich nur irische Vermögenswerte im entsprechenden irischen Zugriff. Für viele Familien bedeutet das praktisch vor allem das irische Haus und ein irisches Konto. Das weltweite Familienvermögen wird nicht am ersten Tag des Umzugs automatisch vollständig in die irische Erbschaft- und Schenkungsteuer hineingezogen.

Aber wer fünf aufeinanderfolgende Jahre in Irland resident war, kommt ab Jahr sechs mit weltweiten Vermögenswerten in den entsprechenden irischen Zugriff. Der Satz beträgt dann 33 Prozent. Das ist relevant. Aber es ist planbar. Nichts, wovor Du bei Deiner Ankunft Angst haben musst. Etwas, das vor Jahr sechs geordnet sein sollte.

Und genau deshalb gehört die Nachfolgeplanung bereits vor dem Umzug auf die Landkarte. Eine Familie, die nach Irland zieht, hat in den ersten Jahren genug zu tun: Haus, Schule, Konten, Unternehmen, neues Leben, vielleicht der Weg zur Staatsangehörigkeit. Es wäre sehr menschlich, die Nachfolge immer wieder nach hinten zu schieben. Nicht jede Übertragung muss sofort erfolgen, und niemand sollte am Tag vor der Abreise hektisch Vermögen verschenken. Aber Du willst wissen, welche Konsequenz welches Jahr hat.

Jahr eins ist nicht Jahr vier. Jahr vier ist nicht Jahr sechs. Und eine Familie, die das vorher weiß, trifft andere Entscheidungen als eine Familie, die die Regel erst entdeckt, nachdem die Uhr abgelaufen ist. Internationale Steuerplanung funktioniert nicht mit Überraschungen. Sie funktioniert mit einem Kalender.

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Die Domicile Levy ist wahrscheinlich nicht Dein Problem

Ein großes Landhaus am Ende einer langen Baumallee, größtenteils hinter Stämmen und Ästen verborgen, Kiesauffahrt im Vordergrund.

Fast jeder ausführliche Artikel über irische Steuern erwähnt irgendwann die Domicile Levy.

Sie verlangt gleichzeitig mehr als 1 Million Euro weltweites Einkommen, mehr als 5 Millionen Euro irisches Vermögen und weniger als 200.000 Euro gezahlte irische Einkommensteuer. Dreizehn Menschen zahlen sie.

Damit ist für unsere Zwecke genug darüber gesagt. Es gibt steuerliche Regeln, die interessant klingen. Und es gibt steuerliche Regeln, die Deine Familie tatsächlich betreffen. Wir verbringen unsere Zeit lieber mit der zweiten Gruppe.

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Was Irland eine Familie mit Kapital tatsächlich kosten kann

Das Innere eines steinernen Wirtschaftsgebäudes: Stroh auf dem Boden, Handwerkzeug an der Wand, ein Reifenstapel, offenes Tor zum Hof.

Wenn Du nur nach einem Steuersatz suchst, wirst Du Irland falsch verstehen. Irland ist kein Land für die einfache Schlagzeile „0 Prozent Steuern“.

Irisches Einkommen kann hoch besteuert werden. Fonds können mit 38 Prozent und dem achtjährigen Deemed Disposal ein echter Nachteil sein. Ordinary Residence beginnt später und wirkt nach. Und ab Jahr sechs muss auch die weltweite Erbschaft- und Schenkungsteuer in die Planung hinein. Das alles ist real.

Aber genauso real ist die andere Seite. Es gibt keine allgemeine Vermögensteuer. Die Körperschaftsteuer beträgt 12,5 Prozent. Und vor allem: Ausländische Einkünfte und ausländische Gewinne eines Non-Doms können außerhalb der irischen Besteuerung bleiben, solange sie nicht nach Irland remittiert werden. Keine jährliche Gebühr. Kein Vierjahresende. Kein Fünfzehnjahresende. Open-ended.

Für die richtige Familie ist genau das der Punkt. Zwei Familien können dasselbe Vermögen besitzen und nach dem Umzug vollkommen unterschiedliche irische Steuerpositionen haben. Entscheidend ist, woraus dieses Vermögen besteht und wie daraus Geld in Dein irisches Leben fließt. Liegt Kapital im Ausland? Entstehen ausländische Einkünfte, ausländische Gewinne? Besteht das Vermögen überwiegend aus ETFs und Fonds? Welche Beträge brauchst Du tatsächlich in Irland, welche Konten werden dafür benutzt, welche Karten liegen in Deiner Brieftasche?

Das sind keine Details nach der Entscheidung für Irland. Sie sind Teil der Entscheidung. Denn der Wert der Remittance Basis entsteht nicht auf dem Papier. Er entsteht dadurch, dass Dein finanzielles Leben zu ihren Regeln passt.

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Die wichtigste Steuerentscheidung fällt vor dem Umzug

Ein leeres Wohnzimmer mit blanken Dielen und breitem Erkerfenster, helle Wände, draußen eine Gartenhecke.

Wenn Du erst nach Deiner Ankunft in Irland beginnst, über Non-Dom nachzudenken, hast Du den wertvollsten Moment bereits verstreichen lassen.

Vor dem Umzug ist Dein finanzielles Leben noch nicht mit Irland vermischt. Die Konten können geordnet werden. Die Herkunft des Geldes kann sauber getrennt werden. Ein ETF-Portfolio kann auf seine irische Behandlung geprüft werden. Die Remittance-Wege können festgelegt werden, und die späteren Uhren für Ordinary Residence und Erbschaft- und Schenkungsteuer können in die langfristige Planung aufgenommen werden.

Und vor allem kann eine Frage beantwortet werden, bevor Du Dein Leben veränderst: Ist Irland für genau Dein Vermögen wirklich steuerlich attraktiv?

Nicht für irgendeinen Non-Dom. Nicht für einen Beispielkunden. Für Dich.

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Beratung zu Deiner Steuerposition in Irland

Eine Holzbank unter einem alten Apfelbaum am Ende eines Gartens, davor eine geschnittene Hecke und gemähter Rasen.

Bevor Du mit Deiner Familie nach Irland ziehst, sollten wir wissen, welches Geld mit Dir steuerlich mitkommen soll und welches nicht.

In der Beratung schauen wir auf Deine ausländischen Einkünfte, Deine Gewinne, Dein vorhandenes Kapital, Deine Fonds, Deine Konten und darauf, welches Geld Du für Dein Leben in Irland tatsächlich brauchst.

Dann können wir beurteilen, was die irische Remittance Basis für Deine Familie wirklich wert ist, welche Fehler Du vor der Ankunft vermeiden solltest und welche späteren Uhren bereits heute in Deinen Plan gehören.

Denn Non-Dom ist kein Zauberwort. Richtig vorbereitet kann es der Grund sein, warum Irland für eine Familie mit internationalem Vermögen steuerlich überhaupt funktioniert.

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Aus dem Podcast

Sebastian im Video

Perspektive Ausland, 12.10.2022

IRLAND: Künstler zahlen bis 50.000 Euro KEINE Steuern

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