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Immobilien

Immobilienpreise in Irland bis August 2026: plus 5,1 Prozent, und der Südosten steigt weiter schneller als das Land

Am 13. Oktober hat das irische Statistikamt die Kaufpreise bis August veröffentlicht. Wohnimmobilien kosten 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, so wenig Zuwachs wie seit Dezember 2023 nicht mehr. Der Median, also der mittlere tatsächlich gezahlte Preis über zwölf Monate, liegt bei glatt 400.000 Euro. Und der Südosten tut das Gegenteil des Landes: Dort steigen die Häuser schneller als im Sommer.

Eine junge Frau mit hochgestecktem dunklem Haar und heller Jeansjacke steht an einem bewölkten Tag mitten auf einer ruhigen Straße zwischen georgianischen Backsteinhäusern und parkenden Autos und blickt in die Kamera.

Die Zahlen vom 13. Oktober

Die Details stehen in der Veröffentlichung des CSO zum August 2026. In Dublin stiegen die Preise um 3,9 Prozent, außerhalb Dublins um 6,2 Prozent. Häuser legten landesweit um 4,9 Prozent zu, Wohnungen um 6,6 Prozent. Außerhalb der Hauptstadt waren es 6,0 Prozent bei Häusern und 8,6 Prozent bei Wohnungen.

Der Landesmedian von 400.000 Euro teilt sich wie gewohnt. Das teuerste Gebiet war Dún Laoghaire-Rathdown im Süden Dublins mit 685.000 Euro, das günstigste die Grafschaft Longford mit 199.000 Euro. Dublin insgesamt stand bei 500.000 Euro. Außerhalb Dublins waren Wicklow mit 480.000 und Kildare mit 450.000 Euro am teuersten.

Im August meldete die Steuerverwaltung 4.279 Käufe durch private Haushalte im Wert von 1,95 Milliarden Euro, 2,5 Prozent mehr als im August 2025. Davon waren 3.241 bestehende und 1.038 neue Wohnungen und Häuser. Über zwölf Monate waren es 51.415 Käufe: 41,0 Prozent durch Erstkäufer, 49,8 Prozent durch Haushalte, die schon einmal Eigentum hatten, und 9,2 Prozent durch Käufer, die nicht selbst einziehen.

Warum das Landestempo fällt: Dublin

Der Rückgang kommt fast ganz aus der Hauptstadt. In Dublin City stiegen die Hauspreise binnen Jahresfrist nur noch um 1,0 Prozent, in South Dublin um 2,3 Prozent, in Fingal um 4,4 Prozent. Einzig Dún Laoghaire-Rathdown, das teuerste Pflaster des Landes, legte mit 6,0 Prozent kräftig zu. Dublin insgesamt kam bei Häusern auf 3,3 Prozent, bei Wohnungen auf 5,7 Prozent.

Außerhalb Dublins sieht es anders aus. Dort stiegen die Häuser um 6,0 und die Wohnungen um 8,6 Prozent, und die Rate außerhalb der Hauptstadt lag im August mit 6,2 Prozent sogar leicht über dem Juli mit 6,1 Prozent. Die Preise außerhalb der Hauptstadt steigen damit derzeit fast doppelt so schnell wie in Dublin. Der Index außerhalb Dublins steht nach Angaben des CSO mehr als dreimal so hoch wie im Mai 2013, dem Tiefpunkt der Reihe.

Auch die Käufe zeigen, wer kauft. Im August meldete die Steuerverwaltung 1.811 Käufe durch Erstkäufer, 12,0 Prozent mehr als im August 2025, davon 659 Neubauten und 1.152 bestehende Häuser und Wohnungen. Neue Wohnungen und Häuser machten im August insgesamt 24,3 Prozent aller Käufe aus. Gegenüber dem Juli lag die Zahl der Käufe um 10,3 Prozent niedriger, gegenüber dem August des Vorjahres um 2,5 Prozent höher.

Der Juli ist nachträglich niedriger

Wer den Bericht zu den Preisen bis Juli gelesen hat, findet dort 5,5 Prozent. In der neuen Veröffentlichung steht der Juli bei 5,4 Prozent. Beide Zahlen sind korrekt, sie haben nur verschiedene Stände.

Das CSO rechnet den Index aus den Stempelsteuererklärungen, die nach jedem Kauf an die Steuerverwaltung gehen. Dafür haben Käufer 44 Tage Zeit, und manche melden später. Deshalb sind die letzten drei Monate jeder Veröffentlichung vorläufig und werden nachgerechnet, wenn die übrigen Meldungen eingehen. Auch der August wird mit den nächsten Zahlen noch einmal angepasst werden. Für die Richtung spielt das keine Rolle; für die Nachkommastelle schon.

Die Richtung ist eindeutig. Im Juni 2025 lag die Jahresrate noch bei 7,9 Prozent, im Dezember bei 6,8, im Juni 2026 bei 5,6 und jetzt bei 5,1 Prozent. Der nationale Index steht trotzdem 28,2 Prozent über dem Höchststand des Immobilienbooms vom April 2007. Außerhalb Dublins liegen die Preise 32,0 Prozent über dem damaligen Gipfel, in Dublin 11,5 Prozent.

Der Südosten in der Statistik: plus 8,7 Prozent

Das CSO rechnet für Häuser außerhalb Dublins regionale Indizes. Die Region „South-East“ umfasst Carlow, Kilkenny, Waterford und Wexford, Cork gehört mit Kerry zum „South-West“. Unser Südosten von Wexford über Waterford bis an den Hafen von Cork liegt damit in zwei Regionen der Statistik.

Region (nur Häuser)August 2025Juli 2026August 2026
South-East (Carlow, Kilkenny, Waterford, Wexford)+7,8 %+8,3 %+8,7 %
South-West (Cork, Kerry)+9,6 %+4,5 %+4,9 %
Mid-West+9,9 %+4,1 %+5,0 %
Irland, alle Häuser+7,5 %+5,0 %+4,9 %

Quelle: CSO, Tabelle HPM09, Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat, aktualisiert am 13. Oktober 2026. Stand: 13. Oktober 2026.

Auch hier wirkt die Revision: Im September stand der South-East für Juli bei 8,8 Prozent, jetzt bei 8,3. Der August liegt mit 8,7 Prozent wieder höher, und vor einem Jahr waren es 7,8 Prozent. Während sich das Tempo im Land seit August 2025 von 7,5 auf 4,9 Prozent deutlich verlangsamt hat, ist es im South-East gestiegen. Am schnellsten wuchsen die Hauspreise laut CSO im Border mit 9,1 und in den Midlands mit 8,8 Prozent; der South-East folgt direkt dahinter. Der South-West mit Cork und Kerry liegt dagegen mit 4,9 Prozent auf Landesniveau, zusammen mit dem Mid-East am unteren Ende.

Das CSO warnt ausdrücklich davor, regionale Monatswerte zu genau zu lesen, weil sie auf vergleichsweise wenigen Verkäufen beruhen. Eine Richtung, die über zwölf Monate hält, lässt sich trotzdem ablesen, und im South-East hält sie.

Die Orte der Region, ein Jahr später

Auf Ortsebene rechnet das CSO keinen Index, nur Mediane nach Eircode-Bezirk. Sie zeigen, wo ein Ort preislich liegt, und im Vergleich zum Vorjahr grob, wohin er sich bewegt.

Eircode-BezirkMedian August 2025Median August 2026VeränderungVerkäufe in 12 Monaten
New Ross (Y34)195.000 €230.000 €+17,9 %180
Carrick-on-Suir (E32)240.000 €270.000 €+12,5 %115
Clonmel (E91)265.000 €290.000 €+9,4 %276
Youghal (P36)255.000 €300.000 €+17,6 %157
Enniscorthy (Y21)289.202 €310.000 €+7,2 %472
Wexford (Y35)300.000 €323.000 €+7,7 %709
Waterford (X91)299.000 €327.720 €+9,6 %1.211
Dungarvan (X35)300.000 €330.000 €+10,0 %151
Kilmacthomas (X42)245.000 €335.000 €+36,7 %50
Gorey (Y25)345.000 €358.000 €+3,8 %520
Kilkenny (R95)345.000 €360.000 €+4,3 %720
Fermoy (P61)345.000 €385.000 €+11,6 %223
Midleton (P25)380.000 €424.999 €+11,8 %598
Irland gesamt375.000 €400.000 €+6,7 %51.415

Quelle: CSO, Tabellen HPM08 (rollierender Zwölfmonatsmedian, alle Käuferarten, alle Wohnungen und Häuser) und HPM04 (Verkäufe September 2025 bis August 2026, eigene Summe), aktualisiert am 13. Oktober 2026. Stand: 13. Oktober 2026.

Alle Bezirke in Wexford, Waterford und Süd-Tipperary liegen weiter klar unter dem Landesmedian, der günstigste bei 230.000 Euro in New Ross, der teuerste bei 358.000 Euro in Gorey. Auf der Cork-Seite gilt das für Youghal und Fermoy; Midleton in Ost-Cork liegt inzwischen über dem Landeswert.

Die großen Sprünge gehören mit ihren Fallzahlen gelesen. Kilmacthomas stützt sich auf 50 Verkäufe im Jahr, New Ross, Youghal, Dungarvan und Carrick-on-Suir auf weniger als 200. Dort reichen ein paar Neubauten, um den Median um zehntausende Euro zu verschieben. Waterford, Wexford, Kilkenny und Enniscorthy mit mehreren hundert Verkäufen bewegen sich ruhiger, im Rahmen des regionalen Index. Wie die einzelnen Orte zueinander liegen: die Preisseite für den Südosten und Der Südosten.

Auf Grafschaftsebene zeigt die Tabelle HPM07 dasselbe Bild. Wexford steht bei 317.500 Euro, Waterford Stadt bei 315.000 und die Grafschaft Waterford bei 350.000 Euro, Kilkenny bei 350.000 und Carlow bei 299.000. Die Grafschaft Cork liegt mit 403.450 Euro knapp über dem Landesmedian, Cork Stadt bei 354.000 Euro, Tipperary bei 275.000.

Was die Zahlen für Deinen Kauf heißen

Der Abstand des Südostens zum Land schmilzt, aber er bleibt groß. Ein Haus zum Median des Bezirks Wexford kostet rund 77.000 Euro weniger als eines zum Landesmedian und 177.000 Euro weniger als eines zum Dubliner Median. Bei 8,7 Prozent im Jahr in der Region gegen 4,9 Prozent bei den Häusern landesweit wird diese Lücke kleiner, langsam, aber stetig.

Daraus folgt dasselbe wie vor einem Monat, nur deutlicher. Wer im Südosten kaufen will, spart durch Warten derzeit kein Geld, denn nichts in den Zahlen deutet auf fallende Preise in der Region. Dass das Landestempo nachlässt, liegt vor allem an Dublin, wo die Häuser in Dublin City nur noch um 1,0 Prozent zulegten.

Ein Posten neben dem Kaufpreis bleibt dagegen stabil. Die Stempelsteuer auf Wohnimmobilien beträgt laut Revenue 1 Prozent bis zu einem Preis von einer Million Euro, 2 Prozent auf den Teil bis 1,5 Millionen und 6 Prozent darüber. Bei einem Haus zum Median von Wexford sind das rund 3.200 Euro. Für die übrigen Orte der Region lässt sich das ebenso leicht rechnen: zum Median von Waterford rund 3.300 Euro, von Gorey rund 3.600 Euro, von Midleton rund 4.250 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist die Stempelsteuer auf ein Haus zum Median von Waterford damit um knapp 300 Euro gestiegen, nicht weil der Satz höher wäre, sondern weil der Preis gestiegen ist. Die eigentliche Summe steckt im Kaufpreis selbst: Der Median im Bezirk Waterford ist binnen eines Jahres um knapp 29.000 Euro gestiegen, der im Bezirk Wexford um 23.000 Euro. Wer ein Jahr wartet, zahlt diesen Betrag im Zweifel zusätzlich, und die Stempelsteuer obendrauf. Was sonst an Gebühren für Solicitor, Gutachter und Registrierung dazukommt: Kaufnebenkosten in Irland.

Neu ist eine Zahl für Erstkäufer von Neubauten. Das Finance (No. 2) Bill 2026, das die Regierung am 19. Oktober veröffentlicht hat, hebt den Help-to-Buy-Zuschuss für Verträge ab dem 7. Oktober 2026 von 30.000 auf 35.000 Euro. Er ist aber auf die Einkommensteuer und Zinsabschlagsteuer begrenzt, die in den vier Jahren vor dem Antrag in Irland gezahlt wurden, und auf 10 Prozent des Kaufpreises. Für eine Familie, die gerade erst zuzieht, ist er deshalb meist kein Faktor.

Was eine zuziehende Familie jetzt tun kann

Prüfe Preise auf Bezirksebene, nicht auf Landesebene. Der Landesmedian von 400.000 Euro sagt über Wexford oder Dungarvan wenig. Die Eircode-Mediane des CSO und das öffentliche Kaufpreisregister der PSRA zeigen, was in einem Ort tatsächlich gezahlt wurde.

Lies kleine Orte mit Vorsicht. Wo im Jahr weniger als 200 Häuser verkauft werden, kann ein einzelnes Neubaugebiet den Median verschieben. Dort sagt die konkrete Straße mehr als die Statistik.

Lies die jüngsten Monate als vorläufig. Wer eine Kaufentscheidung an einer Nachkommastelle festmacht, rechnet mit einer Zahl, die sich im nächsten Monat noch ändert. Belastbar ist die Richtung über zwölf Monate, und die zeigt im Südosten seit einem Jahr nach oben, im Bezirk Waterford genauso wie in Wexford, Enniscorthy und Dungarvan.

Kläre die Finanzierung vor der Suche. Wer bar kauft, hat in einem steigenden Markt den kürzeren Weg, weil keine Kreditzusage den Zeitplan bestimmt. Ob und zu welchen Bedingungen irische Banken an Käufer ohne irischen Wohnsitz leihen: Immobilienkredit für Nichtansässige. Wie der Kauf vom Angebot bis zur Schlüsselübergabe abläuft: Hauskauf in Irland, Schritt für Schritt.

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